Mehrtagestour von Olfen über Rhede, Gronau, nach Tecklenburg und zurück

Mehrtagestour von Olfen über Rhede, Gronau, nach Tecklenburg und zurück

Eine abwechslungsreiche Tour durch Westfalen

Diese große Rundtour verbindet die weiten Landschaften des Münsterlandes mit dem westlichen Grenzgebiet zu den Niederlanden und den reizvollen Höhenzügen des Tecklenburger Landes. Auf rund 339 Kilometern erwartet dich eine abwechslungsreiche Fahrt durch unterschiedliche Landschaftsräume, vorbei an kleinen Ortschaften, landwirtschaftlich geprägten Gebieten und historischen Städten.

Die Tour ist in vier größere Streckenabschnitte gegliedert. Dabei verändert sich der Landschaftscharakter im Verlauf der Fahrt immer wieder: Von der eher flachen Parklandschaft des Münsterlandes geht es in die westlichen Regionen Nordrhein-Westfalens und später in die hügeligere Umgebung des Teutoburger Waldes, bevor sich der Rundkurs wieder in Richtung Olfen schließt.

1. Etappe: Von Olfen nach Rhede – durch die münsterländische Parklandschaft

Schloss Rasfeld

Die Tour beginnt in Olfen, einer Stadt am südlichen Rand des Münsterlandes. Schon zu Beginn prägt die typische münsterländische Landschaft das Bild: Felder, Wiesen, kleinere Waldstücke und verstreut liegende Bauernhöfe wechseln sich ab. Die Gegend ist durch ihre ländliche Struktur geprägt und bietet viele Eindrücke der westfälischen Kulturlandschaft.

Auf dem Weg nach Westen führt die Strecke durch landwirtschaftlich geprägte Gebiete und kleinere Siedlungen. Abseits größerer Städte lässt sich die Fahrt genießen, während sich die Landschaft mit ihren weiten Blicken immer wieder öffnet. Je nach Streckenführung wechseln ruhigere Landstraßen mit befestigten Wirtschafts- und Radwegen.

Mit zunehmender Entfernung vom Ausgangspunkt nähert sich die Route dem westlichen Münsterland. Die Umgebung bleibt überwiegend ländlich, wobei sich kleinere Orte und offene Landschaften abwechseln.

Schließlich erreichst du Rhede im Kreis Borken. Die Stadt liegt in einer Region, die für ihre weitläufigen Felder, ihre landwirtschaftliche Prägung und die Nähe zur niederländischen Grenze bekannt ist. Rhede eignet sich gut für eine erste längere Pause, um neue Kräfte für den nächsten Abschnitt zu sammeln.

2. Etappe: Von Rhede nach Gronau – durch das westliche Münsterland

Von Rhede führt die Route weiter in Richtung Norden und Nordosten nach Gronau. Dieser Streckenabschnitt verläuft durch das westliche Münsterland, eine Region mit viel Freiraum, kleinen Ortschaften und einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft.

Unterwegs begegnen dir die für diese Gegend typischen Bauernhöfe, Wiesen, Felder und Baumreihen entlang der Wege. Die Landschaft wirkt vielerorts weit und offen. Gerade auf längeren Radstrecken bieten solche Abschnitte Gelegenheit, in einen gleichmäßigen Rhythmus zu kommen und die Umgebung bewusst wahrzunehmen.

Je näher du Gronau kommst, desto stärker verändert sich der Charakter der Umgebung. Gronau liegt unmittelbar an der niederländischen Grenze und ist unter anderem durch seine Musikgeschichte bekannt. Die Stadt bietet sich für eine Pause an, bei der du die Beine vertreten, etwas essen oder dich für die nächste Etappe stärken kannst.

Mit ungefähr der Hälfte der Gesamtdistanz liegt Gronau an einem wichtigen Punkt der Tour. Von hier aus geht es weiter in Richtung des Tecklenburger Landes, wo sich der Landschaftscharakter zunehmend verändert.

3. Etappe: Von Gronau nach Tecklenburg – auf dem Weg in die hügeligere Landschaft

Der Abschnitt von Gronau nach Tecklenburg bildet einen landschaftlich besonders interessanten Teil der Rundtour. Du verlässt das westliche Münsterland und fährst in Richtung Osten. Dabei geht es durch unterschiedliche ländliche Räume Westfalens, bevor du die Ausläufer des Teutoburger Waldes erreichst.

Während die Landschaft im Münsterland vielerorts flach oder nur leicht wellig ist, wird das Gelände in Richtung Tecklenburg zunehmend abwechslungsreicher. Anstiege und Abfahrten können nun stärker ins Gewicht fallen. Das macht diesen Teil der Tour körperlich anspruchsvoller als viele der zuvor gefahrenen Abschnitte.

Tecklenburg selbst ist ein besonders lohnendes Etappenziel. Die historische Stadt liegt reizvoll am Hang des Teutoburger Waldes und ist für ihre Altstadt mit Fachwerkhäusern, engen Gassen und ihrem historischen Ortsbild bekannt. Von verschiedenen Stellen bieten sich schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft.

Hier lohnt es sich, das Fahrrad für eine längere Pause abzustellen und durch die Altstadt zu spazieren. Gerade bei einer so langen Tour ist es sinnvoll, sich Zeit für eine Erholung zu nehmen, ausreichend zu trinken und die Energiereserven wieder aufzufüllen.

Tecklenburg markiert zugleich den landschaftlichen Höhepunkt der Tour. Nach den weiten Landschaften des Münsterlandes bildet die hügeligere Umgebung einen reizvollen Kontrast und sorgt für zusätzliche Abwechslung.

4. Etappe: Von Tecklenburg zurück nach Olfen – zurück ins Münsterland

Nach der Pause in Tecklenburg beginnt die Rückfahrt in Richtung Olfen. Dieser Abschnitt führt wieder nach Süden und zurück in die münsterländische Landschaft.

Nach den hügeligeren Abschnitten rund um Tecklenburg verändert sich das Landschaftsbild auf dem weiteren Weg allmählich. Ländliche Gebiete, Felder, Wiesen und kleinere Ortschaften prägen erneut die Umgebung. Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Landschaften lässt die Rückfahrt abwechslungsreich bleiben.

Allerdings sollte man diesen Abschnitt nicht unterschätzen: Zu diesem Zeitpunkt hast du bereits einen großen Teil der Strecke zurückgelegt. Auch wenn die Landschaft auf weiten Teilen wieder flacher wird, machen sich die zurückliegenden Kilometer bemerkbar. Eine vorausschauende Krafteinteilung und regelmäßige Verpflegung sind deshalb besonders wichtig.

Mit der Annäherung an Olfen schließt sich der Rundkurs. Nach rund 339 Kilometern endet die Tour wieder am Ausgangspunkt. Damit hast du eine ausgedehnte Rundfahrt durch verschiedene Landschaftsräume Westfalens absolviert – von der münsterländischen Parklandschaft über das westliche Grenzgebiet bis hin zum Tecklenburger Land.

Charakter und Anforderungen der Tour

Diese Rundtour ist vor allem für Radfahrer interessant, die lange Strecken fahren und unterschiedliche Landschaften erleben möchten. Sie verbindet ruhige ländliche Abschnitte mit sehenswerten Städten und einem hügeligeren Teil im Bereich Tecklenburg.

Mit rund 339 Kilometern handelt es sich um eine sehr lange Strecke, für die eine sorgfältige Planung sinnvoll ist. Als sportliche Herausforderung kann sie in mehreren Etappen oder – bei entsprechendem Trainingszustand und geeigneten Bedingungen – als besonders lange Ausfahrt gefahren werden.

Für die Planung solltest du genügend Zeit für Pausen, Verpflegung und mögliche Besichtigungen vorsehen. Ebenso empfiehlt es sich, die konkrete Wegbeschaffenheit, die Höhenmeter und die Streckenführung vor der Fahrt noch einmal anhand der GPX-Datei oder einer Kartenanwendung zu überprüfen.

Fazit

Die Rundtour Olfen – Rhede – Gronau – Tecklenburg – Olfen ist eine große Entdeckungsreise durch das Münsterland und angrenzende Landschaften Westfalens. Sie bietet weite Felder, ländliche Ruhe, interessante Zwischenziele und mit Tecklenburg einen besonders reizvollen historischen Ort.

Der Wechsel zwischen flacheren Landschaften und hügeligeren Abschnitten macht die Tour abwechslungsreich. Wer ausdauernd unterwegs ist und Freude an langen Radtouren hat, findet hier eine anspruchsvolle Strecke mit vielen unterschiedlichen Eindrücken.

Hüttenrunnde im Allgäu

Rundtour vom Edmund-Probst-Haus am Nebelhorn

Die Tour startet am Edmund-Probst-Haus, führt am ersten Tag hinunter ins Tal, erreicht am zweiten Tag das Prinz-Luitpold-Haus und führt am dritten Tag wieder zurück zum Edmund-Probst-Haus. Die bekannte Verbindung zwischen den beiden Hütten verläuft über das Bärgündletal, die Schönberghütte, das Laufbacher Eck und den Zeigersattel.

Tag 1 – Edmund-Probst-Haus zur Schwarzenberghütte

Strecke ca. 10,6 km         Gehzeit zur Planung       4–5 Std.

1. Vom Edmund-Probst-Haus auf die Koblat-Hochfläche

Du startest auf ungefähr 1.930 Metern am Edmund-Probst-Haus. Zunächst folgst du dem markierten Bergwanderweg in Richtung Koblat und Großer Daumen. Der Weg steigt zunächst leicht an und führt unterhalb der Wengenköpfe entlang.

Der Untergrund ist überwiegend ein alpiner Bergpfad mit steinigen Stellen. Du wanderst durch eine offene Hochgebirgslandschaft, in der kaum noch Bäume wachsen. Bei guter Sicht hast du einen weiten Blick über die umliegenden Gipfel.

Achte an den Wegkreuzungen darauf, auf dem Wanderweg Richtung Koblat zu bleiben. Der nahe Hindelanger Klettersteig ist eine eigenständige, deutlich anspruchsvollere Route und nicht mit dem normalen Wanderweg gleichzusetzen.

2. Vorbei an den Bergseen

Im weiteren Verlauf erreichst du die Seenlandschaft der Koblat-Hochfläche. Zu den markanten Punkten dieser Route gehören der Koblatsee, der Laufbichelsee und der Engeratsgrundsee.

Hier ist der Weg abwechslungsreich: Es geht über felsigen Boden, an Bergwiesen entlang und über kleinere Anstiege und Abstiege. Die Seen liegen in einer offenen alpinen Landschaft, die sich gut für eine kurze Rast eignet.

Bei Nebel kann die Orientierung schwieriger werden, weil sich Pfade und felsige Flächen optisch ähneln. Deshalb solltest du die GPX-Navigation regelmäßig kontrollieren.

3. Der Abstieg zur Schwarzenberghütte

Nach den höher gelegenen Seen folgt der längere Abstieg zur Schwarzenberghütte. Du verlierst dabei deutlich an Höhe und wechselst vom offenen alpinen Gelände in tiefere Bergwiesen und zunehmend bewachsene Hänge.

Der Weg wird im unteren Bereich steiler. Besonders bei Regen können Erde, Gras und Steine rutschig sein. Nimm dir Zeit für diesen Abschnitt, denn gerade bei längeren Abstiegen werden die Knie stark beansprucht.

Die Schwarzenberghütte liegt auf ungefähr 1.380 Metern. Sie ist ein sinnvoller Zwischenstopp für die Übernachtung vor dem nächsten Anstieg.

Mein Tipp für diesen Tag: Nutze die Bergseen für eine Pause, aber spare deine Kräfte für den Abstieg. Der Tag ist zwar nicht besonders lang, durch den Höhenverlust aber durchaus fordernd.

Tag 2 – Schwarzenberghütte zum Prinz-Luitpold-Haus

Strecke ca. 8,5 km           Gehzeit zur Planung       4–5 Std.

1. Hinunter ins Tal

Der Tag beginnt auf rund 1.380 Metern. Von der Schwarzenberghütte geht es zunächst auf Bergwegen weiter talwärts. Du kommst in tiefe gelegene Bereiche, in denen Wiesen, Bäche und bewachsene Hänge das Landschaftsbild prägen.

Der Abstieg ist nicht überall gleichmäßig. Teilweise verläuft der Weg über schmalere Pfade, die bei Nässe rutschig werden können. Gerade am Morgen ist deshalb Vorsicht geboten, wenn Tau oder feuchte Erde den Untergrund glatt machen.

2. Durch das Tal und zur Schönberghütte

Im Talbereich führt die Wanderung in Richtung Bärgündletal und Stierbach. Der Weg wechselt zwischen Talpfaden, Wiesenabschnitten und steinigeren Passagen entlang des Bachs.

Die Landschaft wirkt hier deutlich geschützter als oben auf der Hochfläche. Du wanderst zwischen steilen Berghängen und durch das Tal, bevor der nächste Anstieg beginnt.

Die Schönberghütte liegt im Bereich dieser Verbindung und ist ein möglicher Orientierungspunkt. Verwechsle sie nicht mit dem eigentlichen Tagesziel: Das Prinz-Luitpold-Haus liegt wesentlich höher.

3. Der lange Anstieg zum Prinz-Luitpold-Haus

Nach dem Talabschnitt beginnt der entscheidende Anstieg des Tages. Der Weg führt wieder bergauf über Wiesenhänge und alpine Bergpfade. Mit zunehmender Höhe wird das Gelände offener und die Aussicht auf die umliegenden Gipfel immer eindrucksvoller.

Hier ist eine gleichmäßige Geschwindigkeit wichtig. Gehe lieber langsam und stetig, anstatt am Anfang zu viel Kraft zu verbrauchen. Bei steileren Abschnitten helfen kurze Pausen, den Puls zu beruhigen.

Das Prinz-Luitpold-Haus liegt auf 1.846 Metern in der Nähe des Hochvogels. Die Hütte ist ein wichtiger Stützpunkt für weitere Bergtouren in der Region.

Mein Tipp für diesen Tag: Nimm ausreichend Wasser und einen Snack für den Anstieg mit. Nach dem anfänglichen Abstieg darfst du nicht unterschätzen, wie anstrengend die zweite Hälfte werden kann.

Tag 3 – Prinz-Luitpold-Haus zurück zum Edmund-Probst-Haus

Strecke ca. 10,6 km         Gehzeit zur Planung       5–7 Std.

1. Vom Prinz-Luitpold-Haus hinunter ins Bärgündletal

Du verlässt die Hütte zunächst auf dem Höhenweg in Richtung Edmund-Probst-Haus. Der Weg führt durch alpines Gelände mit Bergwiesen und steinigem Untergrund.

Anschließend geht es über einen teils dicht bewachsenen und steilen Pfad hinunter in Richtung Bärgündletal. Dieser Abschnitt kann bei Nässe unangenehm rutschig werden. Die Steilheit macht ihn zu einem der Abschnitte, auf denen du besonders konzentriert gehen solltest.

2. Über Talwege und wieder bergauf

Unten angekommen, führt die Verbindung über den Bereich des Stierbachs und der Schönberghütte auf die andere Seite des Tals.

Danach beginnt der erneute Anstieg in Richtung Laufbacher Eck. Du steigst über Bergwiesen und alpine Pfade auf, bis du wieder in hoch gelegenes Gelände gelangst.

Dieser Abschnitt ist körperlich anspruchsvoll, weil du nach dem Abstieg erneut viele Höhenmeter überwinden musst. Plane lieber mehrere kurze Trinkpausen ein als eine einzige lange Pause erst am Ende des Anstiegs.

3. Der Höhenweg unterhalb des Schnecks

Im oberen Teil erreichst du den Bereich des Laufbacher Eck und den Zeigersattel. Die Route bietet hier eine eindrucksvolle Aussicht auf die markanten Grasberge Schneck und Höfats sowie die umliegenden Gipfel der Allgäuer Alpen.

Der Weg ist stellenweise schmal und felsig. Einzelne Passagen sind mit Stahlseilen oder Tritthilfen gesichert. Diese Stellen sind nicht mit einem gewöhnlichen breiten Wanderweg vergleichbar. Du solltest schwindelfrei sein und dich bei jedem Schritt auf den Untergrund konzentrieren.

Bei Nässe, Gewittergefahr oder schlechter Sicht ist besondere Vorsicht erforderlich. Bei ungünstigen Bedingungen kann es sinnvoll sein, die Tour nicht fortzusetzen.

4. Über den Zeigersattel zurück zur Hütte

Nach dem anspruchsvollen Höhenweg wird der Weg im Bereich des Zeigersattels wieder zu einem besser ausgebauten Wanderweg. Von dort führt der letzte Abschnitt zurück zum Edmund-Probst-Haus.

Die letzten Kilometer können sich nach den vorherigen An- und Abstiegen länger anfühlen, als sie tatsächlich sind. Plane genügend Zeit ein, damit du nicht unter Zeitdruck gerätst.

Mein Tipp für diesen Tag: Beginne früh und rechne mit einer längeren Pause unterwegs. Der letzte Tag kombiniert einen steilen Abstieg, einen erneuten Anstieg und einen anspruchsvollen Höhenweg.

Schwierige Stellen auf einen Blick

Abschnitt                                                                           Worauf du achten solltest

Koblat-Hochfläche                                                         Orientierung bei Nebel, steiniger Untergrund

Abstieg zur Schwarzenberghütte                             Rutschige Pfade und Belastung der Knie

Anstieg zum Prinz-Luitpold-Haus                             Gleichmäßige Krafteinteilung

Abstieg ins Bärgündletal                                              Steile, bei Nässe rutschige Passagen

Laufbacher Eck und Zeigersattel                              Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und teils gesicherte Wegstellen

Meine erste Runde mit dem E-Bike

Heute möchte ich mal mein neues E-Bike ausprobieren. Eine kleine Runde durch das südliche Münsterland. Los geht’s von uns Richtung Seppenrade erst mal ein bisschen bergauf. Dann weiter Richtung Hiddingsel, mit Rückenwind und Unterstützung ist die Strecke in einer dreiviertel Stunde schnell gefahren. Der Akku hat noch nicht viel an Ladung eingebüßt. Also geht da noch was. Ich entscheide mich für die Strecke Richtung Nottuln. Schließlich möchte ich das Bike auch mal auf Steigungen testen. Nach eineinhalb Stunden und 35 km ist der Stiftsplatz in Nottuln erreicht. Der Akku hat noch über achtzig Prozent Kapazität. Einen kurzen Moment überlege ich, umzukehren, aber der Longinus Turm in fünf Kilometer Entfernung und nochmals 100 Höhenmetern reizt mich schon. Erst geht es ein bisschen bergauf und dann wieder hinab ins Stevertal und dann, für unsere Münsterländer, schon knackig nach oben. Ok, der Österreicher würde über diesen Hügel lächeln. Ich glaube, das E- Mountainbike, welches ich vor einigen Jahren für eine Tour an der Hohen Salve geliehen hatte, ist auch nicht mit meinem Rad zu vergleichen. 

Longienusturm

Aber nun weiter zu meiner Runde. Für eine Pause am Longinusturm ist es mir schon etwas trubelig. Ich entscheide mich für den Rückweg, vorbei an der Stever Mühle über die Steverlandroute Richtung Senden zu fahren. In Senden verlasse ich die Steverlandroute, fahre am Kanal entlang, durch die Venne, Ottmarsbocholt nach Nordkirchen. Zwischendurch habe ich dann ordentlich Gegenwind und bin froh, dass ich jetzt auf Tour umschalten kann, um die Geschwindigkeit zu halten. In Nordkirchen mache ich noch eine kleine Pause, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Dann setze ich meine Fahrt fort. Über Buxfort nach Selm, am Ternscher See vorbei, um wieder nach Olfen zu kommen. Jetzt sieht man auch, wie der Gegenwind am Akku gezerrt hat. Nach 110 km und viereinhalb Sunden Fahrt sind noch zehn Prozent an Akku Kapazität übrig. Der Handyakku ist leer und ich brauche Wasser. Diese Tour hätte ich wahrscheinlich ohne Unterstützung bei dem Wind so nicht gemacht. 

Screenshot E-Bike APP

Die Kleine Kanalrunde

Wie so häufig starte ich meine Tour an Sporthalle Hoddenstraße, fahre die Straße Richtung Westen, biege dann Rechts ab um den Sportplatz herum und folge dem Steverauen Rundweg bis ich an dem alten Kanaldamm bin. Jetzt biege ich links ab und folge den Weg unter der Dreibogenbrücke hindurch.

Dreibogenbrücke in Olfen
Dreibogenbrücke in Olfen
Altes Hafenbecken in Olfen

Auf der anderen Seite folge ich dem Weg auf den alten Kanaldamm. Von dort aus fahre ich dann, nicht nach Norden, sondern nach Süden. Über die Schiefe Brücke, am alten Hafenbecken vorbei, durch die Goethestraße, entlang der Alten Fahrt zum Dattelner Meer. Zwischendurch überquere ich dann die Lippe. Die alte Brücke ist 18 Meter hoch und überspannt mit 3 Bögen und einer Länge von 70 m die Lippe. Hier hat man eine fantastischen Blick über die Lippe Aue. 

Speertor DEK Alte Fahrt in Datteln
Speertor am Dortmund Ems Kanal am Kanalkreuz in Datteln. Alte Fahrt Richtung Olfen.

Weiter geht’s an der Dattelner Schleuse, dem Wesel-Datteln Kanal folgend Bis zur Schleuse Ahsen. Dort verlasse ich wieder den Kanalseitenweg und fahre einige Meter zurück, durch den Weg mit der Schranke Richtung Haus Vogelsang und weiter nach Ahsen über die Lippebrücke bis Gut Eversum. Hier entscheide ich je nach Witterung ob ich dem Radweg seitlich der Eversumerstraße bis zum Alleeweg fahre oder ob ich den Weg durch den Wald (grün) nehme. Diesen Weg fahre ich aufgrund der Wegbeschaffenheit nicht so gerne bei Regenwetter. Am Ende des Waldes kann ich nach Rechts auf den Alten Postweg abbiegen und am Naturbad vorbei den Rückweg antreten. Oder ich fahre Grade aus (blauer Weg), zur Füchtelner Mühle und Nördlich um die Steveraue. Nach gut einer Stunde bin ich dann an Ausgangspunkt zurück.

Hüttenrunde durch das Lechquellgebirge

Die Rote Wand
Die Rote Wand

Wir starten unsere Tour um ca. 14:00 Uhr auf dem Parkplatz beim Fischerwirt Zug. Dort kann man nach Rückfrage parken, dafür nimmt der Fischerwirt aber 25€, welche auf den Verzehr angerechnet wird. Von dort aus geht es über die Lechbrücke und weiter den Wegweiser folgend zum Unteren Älpele, welches wir nach ca. 3km erreichen. Bis hier könnte man theoretisch mit dem Wanderbus fahren. Jetzt beginnt auch der eigentliche Anstieg zur Göppinger Hütte. Bis oben sind es noch fast 700 Höhenmeter. Der gesamte Weg ist ein gut ausgebauter Wanderweg in leichtem Alpinen Gelände und einfach zu gehen. Dennoch zehrt auch dieser Weg nach neun stündiger Autofahrt an unseren Kräften. Wie wir dann um 18:00 Uhr an der Göppinger Hütte ankommen, fängt es an, leicht zu regnen und wir dürfen uns das erste Radler gönnen.

Am nächsten Morgen werden wir wieder von der Sonne begrüßt. Ideale Voraussetzungen für unsere heutige Tagesetappe auf dem Wanderweg E4 zur Freiburger Hütte. Der gesamte Weg ist als alpiner Bergweg der Klasse T4 beschrieben. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit werden vorausgesetzt. Die erste dreiviertel Stunde geht es bergauf bis zum höchsten Punkt auf 2400 m unterhalb des Östlichen Johanneskopf. Auf dem weiteren Weg folgt eine Reihe von Seilversicherung im steilen Gelände. Es geht wieder ein wenig bergauf und wieder steil bergab, bis wir nach drei Stunden an einem kleinen Bergsee ankommen und uns die erste größere Pause gönnen. Jetzt wird der Weg einfacher, aber auch unser Wasservorrat schwindet. Die Rettung naht an der Formarinalpe in Form einer Jausenstation mit kühlen Getränken. Leider kommt jetzt auch der Regen und zwingt uns zu einer längeren Pause. Sobald es wieder trocken wird, machen wir uns auf den Weg zur Freiburger Hütte. Wir nehmen den Felsenstieg seitlich des Formarinsee. Der Aufstieg dauert eine halbe Stunde und um halb fünf sind wir an der Hütte. Das Abendessen ist sehr lecker und das ein oder andere Kaltgetränk sorgt für das Auffüllen des Flüssigkeitshaushaltes.

Am dritten Tag steht die Saladina-Spitze mit 2230m auf dem Programm. Besonders eilig haben wir es nach dem Frühstück nicht. Für den Auf- und Abstieg sind ca. 5 Std veranschlagt. Um neun Uhr machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg. Dieser führt rechts an der Hütte vorbei durch Wiesen, bis wir nach einer halben Stunde ein großes Blockschutt Feld erreichen. Vor uns ist von weitem schon die Felsformation der Saladinaspitze zu erkennen. Auf der rechten Seite von uns ist die Fensterlewand mit einem Herzförmigen Durchbruch im Felsen zu sehen. Nach dem Geröllfeld kann man den Weg am Fuss der Saladinaspitze erkennen. Sieht gar nicht so schwierig aus und ist es auch nicht. Dann kommt die Kehre zum Südgrat. Hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, aber der Gipfel ist schon zum Greifen nah. Nach einer Stunde fünfzig haben wir schon das Gipfelkreuz erreicht. Wir werden mit einem sagenhaften Rundumblick auf das Lechquellengebirge mit Fensterlewand und roter Wand, den Verwall und weit in die Silvretta hinein. Fast eine Stunde verweilen wir am Gipfel, dann folgt der Abstieg auf dem gleichen Weg. Vor dem Abstieg am Südgrat habe ich schon Respekt. Relativ schnell ist auch die Hütte wieder erreicht. Eigentlich noch zu früh für das Abendprogramm. Deshalb gehen wir nochmal den Felsenstieg hinunter und laufen um den See. Danach können wir die Sonne auf der Außenterrasse und das kühle Bier genießen.

Sonnenuntergang an der Hütte

Nach dem Frühstück sind wir um kurz nach acht auf dem Weg zur Ravensburger Hütte. Nach gut fünfundvierzig Minuten erreichen wir den Abzweig zum Formaletsch. Eine viertel Stunde später dann das Steinerne Meer. Sieht erst gar nicht so groß aus. Dennoch dauert die Durchquerung ca. 45 min. Schnell hat man dort den Weg verloren. Jetzt folgt der Aufstieg auf den Gehrengrat. Mein Navi zeigt Steigungen von 30 bis 40° an. Geht schon knackig nach oben. Nachdem das steilste Stück geschafft ist, zieht es sich noch in vielen Kehren auf den Grad. Eine gute Stunde verweilen wir auf dem Grad. Auch der Abstieg ist erst wieder sehr steil, das Gefälle von 45° und mehr. Danach etwas flacher bis zum See, den wir nach fünfeinhalb Stunden und neun Kilometer erreichen. Wieder erwartet uns ein Bilderbuch Panorama. Das herzliche grün-blau des Sees, die Berge und das fantastische Licht machen die Pause perfekt. Wir sind schon so platt, dass wir uns für den einfacheren Weg um den See herum mit weniger Höhenmetern entschieden. Das letzte Stück dann nochmal einhundert Meter nach oben bis zur Hütte ist nochmals anstrengend. Nach gut sieben Stunden sind wir dann an der Ravensburger Hütte. Schuhe aus und Radler genießen.

Spullersee im Lechtal

Und schon ist der letzte Tag unserer Tour angebrochen. Um acht brechen wir auf unserer letzten Etappe zum Parkplatz. Erst 100 m leicht bergauf zum Stierlochjoch und von dort 500 m nach unten zum Parkplatz beim Fischerwirt. Nach eindreiviertel Stunden sind wir wieder da, wo wir gestartet sind. Jetzt noch einige Stunden im Auto und eine schöne Reise geht zu Ende. 

Zweitages Radtour nach Warendorf

Für die zweitägige Tour nach Warendorf sind wir zuerst mit dem Auto bis Davensberg zum Wanderparkplatz am Burgturm gefahren. Dort haben wir das Auto abgestellt und sind mit dem Rad durch die Davert, Rinkerode, entlang der Werse nach Albersloh gefahren.

Von dort aus weiter Richtung Alverskirchen, Everswinkel, Müssingen entlang der Ems nach Warendorf.  In Warendorf zum Nordrhein-Westfälischen Landgestüt um den Emssee in die Innenstadt zum Hotel. Übernachtet haben wir dann im Hotel im Engel. Ein sehr nettes Hotel mit Sauna und gutem Frühstück. Am nächsten Morgen ging es dann erst ein Stück entlang der Milter Landstraße, dann Richtung Eimen über den Emsauenradweg nach Telgte. Nach einer kurzen Rast von dort aus nach Westen bis zur Werse, der folgend bis nach MS Angelmodde durch Hiltrup bis zum Dortmund-Ems-Kanal. Uber den alten Leinenpfad des Kanals zum Venner Moor und wieder zurück nach Davensberg. Die gesamte Runde hat eine Länge vom ca. 110km und hat keine nennenswerten Steigungen. Der Hinweg über Everswinkel ist allerdings um ungefähr 10km kürzer wie die Rückroute über Telgte. Die gesamte Route ist natürlich auch von Olfen aus zu schaffen. Dabei verlängert sich der Hinweg über Nordkirchen und Ascheberg um 30Km und der Rückweg über Lüdinghausen um 20Km. Ich bin die Runde (grün) um Davensberg dann einige Tage später noch mal ganz separat gefahren und hatte dann eine Tour von 66km über Lüdinghausen, Ottmarsbocholt, Ascheberg, Nordkirchen und Selm.

Radfahren

Vor einiger Zeit bin ich angefangen meine Radtouren durch südliches Münsterland und das angrenzende Ruhrgebiet für mich per GPS aufzuzeichnen. Inzwischen ist daraus eine Sammlung aus vielen schönen Radtouren geworden. Einige meiner schönsten Touren möchte ich euch hier vorstellen. Die Strecken sind alle mit einem normalen Trekkingrad zu fahren. Meine Wege führen, wenn möglich über kleinere Landstraßen oder Wirtschaftswege, häufig auch über Schotterwege oder kleine Pfade. Mit einem Rennrad könnte das fahren dieser Wege aufgrund der Streckenbeschaffenheit schwieriger werden.