Mehrtagestour von Olfen über Rhede, Gronau, nach Tecklenburg und zurück

Mehrtagestour von Olfen über Rhede, Gronau, nach Tecklenburg und zurück

Eine abwechslungsreiche Tour durch Westfalen

Diese große Rundtour verbindet die weiten Landschaften des Münsterlandes mit dem westlichen Grenzgebiet zu den Niederlanden und den reizvollen Höhenzügen des Tecklenburger Landes. Auf rund 339 Kilometern erwartet dich eine abwechslungsreiche Fahrt durch unterschiedliche Landschaftsräume, vorbei an kleinen Ortschaften, landwirtschaftlich geprägten Gebieten und historischen Städten.

Die Tour ist in vier größere Streckenabschnitte gegliedert. Dabei verändert sich der Landschaftscharakter im Verlauf der Fahrt immer wieder: Von der eher flachen Parklandschaft des Münsterlandes geht es in die westlichen Regionen Nordrhein-Westfalens und später in die hügeligere Umgebung des Teutoburger Waldes, bevor sich der Rundkurs wieder in Richtung Olfen schließt.

1. Etappe: Von Olfen nach Rhede – durch die münsterländische Parklandschaft

Schloss Rasfeld

Die Tour beginnt in Olfen, einer Stadt am südlichen Rand des Münsterlandes. Schon zu Beginn prägt die typische münsterländische Landschaft das Bild: Felder, Wiesen, kleinere Waldstücke und verstreut liegende Bauernhöfe wechseln sich ab. Die Gegend ist durch ihre ländliche Struktur geprägt und bietet viele Eindrücke der westfälischen Kulturlandschaft.

Auf dem Weg nach Westen führt die Strecke durch landwirtschaftlich geprägte Gebiete und kleinere Siedlungen. Abseits größerer Städte lässt sich die Fahrt genießen, während sich die Landschaft mit ihren weiten Blicken immer wieder öffnet. Je nach Streckenführung wechseln ruhigere Landstraßen mit befestigten Wirtschafts- und Radwegen.

Mit zunehmender Entfernung vom Ausgangspunkt nähert sich die Route dem westlichen Münsterland. Die Umgebung bleibt überwiegend ländlich, wobei sich kleinere Orte und offene Landschaften abwechseln.

Schließlich erreichst du Rhede im Kreis Borken. Die Stadt liegt in einer Region, die für ihre weitläufigen Felder, ihre landwirtschaftliche Prägung und die Nähe zur niederländischen Grenze bekannt ist. Rhede eignet sich gut für eine erste längere Pause, um neue Kräfte für den nächsten Abschnitt zu sammeln.

2. Etappe: Von Rhede nach Gronau – durch das westliche Münsterland

Von Rhede führt die Route weiter in Richtung Norden und Nordosten nach Gronau. Dieser Streckenabschnitt verläuft durch das westliche Münsterland, eine Region mit viel Freiraum, kleinen Ortschaften und einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft.

Unterwegs begegnen dir die für diese Gegend typischen Bauernhöfe, Wiesen, Felder und Baumreihen entlang der Wege. Die Landschaft wirkt vielerorts weit und offen. Gerade auf längeren Radstrecken bieten solche Abschnitte Gelegenheit, in einen gleichmäßigen Rhythmus zu kommen und die Umgebung bewusst wahrzunehmen.

Je näher du Gronau kommst, desto stärker verändert sich der Charakter der Umgebung. Gronau liegt unmittelbar an der niederländischen Grenze und ist unter anderem durch seine Musikgeschichte bekannt. Die Stadt bietet sich für eine Pause an, bei der du die Beine vertreten, etwas essen oder dich für die nächste Etappe stärken kannst.

Mit ungefähr der Hälfte der Gesamtdistanz liegt Gronau an einem wichtigen Punkt der Tour. Von hier aus geht es weiter in Richtung des Tecklenburger Landes, wo sich der Landschaftscharakter zunehmend verändert.

3. Etappe: Von Gronau nach Tecklenburg – auf dem Weg in die hügeligere Landschaft

Der Abschnitt von Gronau nach Tecklenburg bildet einen landschaftlich besonders interessanten Teil der Rundtour. Du verlässt das westliche Münsterland und fährst in Richtung Osten. Dabei geht es durch unterschiedliche ländliche Räume Westfalens, bevor du die Ausläufer des Teutoburger Waldes erreichst.

Während die Landschaft im Münsterland vielerorts flach oder nur leicht wellig ist, wird das Gelände in Richtung Tecklenburg zunehmend abwechslungsreicher. Anstiege und Abfahrten können nun stärker ins Gewicht fallen. Das macht diesen Teil der Tour körperlich anspruchsvoller als viele der zuvor gefahrenen Abschnitte.

Tecklenburg selbst ist ein besonders lohnendes Etappenziel. Die historische Stadt liegt reizvoll am Hang des Teutoburger Waldes und ist für ihre Altstadt mit Fachwerkhäusern, engen Gassen und ihrem historischen Ortsbild bekannt. Von verschiedenen Stellen bieten sich schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft.

Hier lohnt es sich, das Fahrrad für eine längere Pause abzustellen und durch die Altstadt zu spazieren. Gerade bei einer so langen Tour ist es sinnvoll, sich Zeit für eine Erholung zu nehmen, ausreichend zu trinken und die Energiereserven wieder aufzufüllen.

Tecklenburg markiert zugleich den landschaftlichen Höhepunkt der Tour. Nach den weiten Landschaften des Münsterlandes bildet die hügeligere Umgebung einen reizvollen Kontrast und sorgt für zusätzliche Abwechslung.

4. Etappe: Von Tecklenburg zurück nach Olfen – zurück ins Münsterland

Nach der Pause in Tecklenburg beginnt die Rückfahrt in Richtung Olfen. Dieser Abschnitt führt wieder nach Süden und zurück in die münsterländische Landschaft.

Nach den hügeligeren Abschnitten rund um Tecklenburg verändert sich das Landschaftsbild auf dem weiteren Weg allmählich. Ländliche Gebiete, Felder, Wiesen und kleinere Ortschaften prägen erneut die Umgebung. Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Landschaften lässt die Rückfahrt abwechslungsreich bleiben.

Allerdings sollte man diesen Abschnitt nicht unterschätzen: Zu diesem Zeitpunkt hast du bereits einen großen Teil der Strecke zurückgelegt. Auch wenn die Landschaft auf weiten Teilen wieder flacher wird, machen sich die zurückliegenden Kilometer bemerkbar. Eine vorausschauende Krafteinteilung und regelmäßige Verpflegung sind deshalb besonders wichtig.

Mit der Annäherung an Olfen schließt sich der Rundkurs. Nach rund 339 Kilometern endet die Tour wieder am Ausgangspunkt. Damit hast du eine ausgedehnte Rundfahrt durch verschiedene Landschaftsräume Westfalens absolviert – von der münsterländischen Parklandschaft über das westliche Grenzgebiet bis hin zum Tecklenburger Land.

Charakter und Anforderungen der Tour

Diese Rundtour ist vor allem für Radfahrer interessant, die lange Strecken fahren und unterschiedliche Landschaften erleben möchten. Sie verbindet ruhige ländliche Abschnitte mit sehenswerten Städten und einem hügeligeren Teil im Bereich Tecklenburg.

Mit rund 339 Kilometern handelt es sich um eine sehr lange Strecke, für die eine sorgfältige Planung sinnvoll ist. Als sportliche Herausforderung kann sie in mehreren Etappen oder – bei entsprechendem Trainingszustand und geeigneten Bedingungen – als besonders lange Ausfahrt gefahren werden.

Für die Planung solltest du genügend Zeit für Pausen, Verpflegung und mögliche Besichtigungen vorsehen. Ebenso empfiehlt es sich, die konkrete Wegbeschaffenheit, die Höhenmeter und die Streckenführung vor der Fahrt noch einmal anhand der GPX-Datei oder einer Kartenanwendung zu überprüfen.

Fazit

Die Rundtour Olfen – Rhede – Gronau – Tecklenburg – Olfen ist eine große Entdeckungsreise durch das Münsterland und angrenzende Landschaften Westfalens. Sie bietet weite Felder, ländliche Ruhe, interessante Zwischenziele und mit Tecklenburg einen besonders reizvollen historischen Ort.

Der Wechsel zwischen flacheren Landschaften und hügeligeren Abschnitten macht die Tour abwechslungsreich. Wer ausdauernd unterwegs ist und Freude an langen Radtouren hat, findet hier eine anspruchsvolle Strecke mit vielen unterschiedlichen Eindrücken.

Meine erste Runde mit dem E-Bike

Heute möchte ich mal mein neues E-Bike ausprobieren. Eine kleine Runde durch das südliche Münsterland. Los geht’s von uns Richtung Seppenrade erst mal ein bisschen bergauf. Dann weiter Richtung Hiddingsel, mit Rückenwind und Unterstützung ist die Strecke in einer dreiviertel Stunde schnell gefahren. Der Akku hat noch nicht viel an Ladung eingebüßt. Also geht da noch was. Ich entscheide mich für die Strecke Richtung Nottuln. Schließlich möchte ich das Bike auch mal auf Steigungen testen. Nach eineinhalb Stunden und 35 km ist der Stiftsplatz in Nottuln erreicht. Der Akku hat noch über achtzig Prozent Kapazität. Einen kurzen Moment überlege ich, umzukehren, aber der Longinus Turm in fünf Kilometer Entfernung und nochmals 100 Höhenmetern reizt mich schon. Erst geht es ein bisschen bergauf und dann wieder hinab ins Stevertal und dann, für unsere Münsterländer, schon knackig nach oben. Ok, der Österreicher würde über diesen Hügel lächeln. Ich glaube, das E- Mountainbike, welches ich vor einigen Jahren für eine Tour an der Hohen Salve geliehen hatte, ist auch nicht mit meinem Rad zu vergleichen. 

Longienusturm

Aber nun weiter zu meiner Runde. Für eine Pause am Longinusturm ist es mir schon etwas trubelig. Ich entscheide mich für den Rückweg, vorbei an der Stever Mühle über die Steverlandroute Richtung Senden zu fahren. In Senden verlasse ich die Steverlandroute, fahre am Kanal entlang, durch die Venne, Ottmarsbocholt nach Nordkirchen. Zwischendurch habe ich dann ordentlich Gegenwind und bin froh, dass ich jetzt auf Tour umschalten kann, um die Geschwindigkeit zu halten. In Nordkirchen mache ich noch eine kleine Pause, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Dann setze ich meine Fahrt fort. Über Buxfort nach Selm, am Ternscher See vorbei, um wieder nach Olfen zu kommen. Jetzt sieht man auch, wie der Gegenwind am Akku gezerrt hat. Nach 110 km und viereinhalb Sunden Fahrt sind noch zehn Prozent an Akku Kapazität übrig. Der Handyakku ist leer und ich brauche Wasser. Diese Tour hätte ich wahrscheinlich ohne Unterstützung bei dem Wind so nicht gemacht. 

Screenshot E-Bike APP

Die Kleine Kanalrunde

Wie so häufig starte ich meine Tour an Sporthalle Hoddenstraße, fahre die Straße Richtung Westen, biege dann Rechts ab um den Sportplatz herum und folge dem Steverauen Rundweg bis ich an dem alten Kanaldamm bin. Jetzt biege ich links ab und folge den Weg unter der Dreibogenbrücke hindurch.

Dreibogenbrücke in Olfen
Dreibogenbrücke in Olfen
Altes Hafenbecken in Olfen

Auf der anderen Seite folge ich dem Weg auf den alten Kanaldamm. Von dort aus fahre ich dann, nicht nach Norden, sondern nach Süden. Über die Schiefe Brücke, am alten Hafenbecken vorbei, durch die Goethestraße, entlang der Alten Fahrt zum Dattelner Meer. Zwischendurch überquere ich dann die Lippe. Die alte Brücke ist 18 Meter hoch und überspannt mit 3 Bögen und einer Länge von 70 m die Lippe. Hier hat man eine fantastischen Blick über die Lippe Aue. 

Speertor DEK Alte Fahrt in Datteln
Speertor am Dortmund Ems Kanal am Kanalkreuz in Datteln. Alte Fahrt Richtung Olfen.

Weiter geht’s an der Dattelner Schleuse, dem Wesel-Datteln Kanal folgend Bis zur Schleuse Ahsen. Dort verlasse ich wieder den Kanalseitenweg und fahre einige Meter zurück, durch den Weg mit der Schranke Richtung Haus Vogelsang und weiter nach Ahsen über die Lippebrücke bis Gut Eversum. Hier entscheide ich je nach Witterung ob ich dem Radweg seitlich der Eversumerstraße bis zum Alleeweg fahre oder ob ich den Weg durch den Wald (grün) nehme. Diesen Weg fahre ich aufgrund der Wegbeschaffenheit nicht so gerne bei Regenwetter. Am Ende des Waldes kann ich nach Rechts auf den Alten Postweg abbiegen und am Naturbad vorbei den Rückweg antreten. Oder ich fahre Grade aus (blauer Weg), zur Füchtelner Mühle und Nördlich um die Steveraue. Nach gut einer Stunde bin ich dann an Ausgangspunkt zurück.

Zweitages Radtour nach Warendorf

Für die zweitägige Tour nach Warendorf sind wir zuerst mit dem Auto bis Davensberg zum Wanderparkplatz am Burgturm gefahren. Dort haben wir das Auto abgestellt und sind mit dem Rad durch die Davert, Rinkerode, entlang der Werse nach Albersloh gefahren.

Von dort aus weiter Richtung Alverskirchen, Everswinkel, Müssingen entlang der Ems nach Warendorf.  In Warendorf zum Nordrhein-Westfälischen Landgestüt um den Emssee in die Innenstadt zum Hotel. Übernachtet haben wir dann im Hotel im Engel. Ein sehr nettes Hotel mit Sauna und gutem Frühstück. Am nächsten Morgen ging es dann erst ein Stück entlang der Milter Landstraße, dann Richtung Eimen über den Emsauenradweg nach Telgte. Nach einer kurzen Rast von dort aus nach Westen bis zur Werse, der folgend bis nach MS Angelmodde durch Hiltrup bis zum Dortmund-Ems-Kanal. Uber den alten Leinenpfad des Kanals zum Venner Moor und wieder zurück nach Davensberg. Die gesamte Runde hat eine Länge vom ca. 110km und hat keine nennenswerten Steigungen. Der Hinweg über Everswinkel ist allerdings um ungefähr 10km kürzer wie die Rückroute über Telgte. Die gesamte Route ist natürlich auch von Olfen aus zu schaffen. Dabei verlängert sich der Hinweg über Nordkirchen und Ascheberg um 30Km und der Rückweg über Lüdinghausen um 20Km. Ich bin die Runde (grün) um Davensberg dann einige Tage später noch mal ganz separat gefahren und hatte dann eine Tour von 66km über Lüdinghausen, Ottmarsbocholt, Ascheberg, Nordkirchen und Selm.

Radfahren

Vor einiger Zeit bin ich angefangen meine Radtouren durch südliches Münsterland und das angrenzende Ruhrgebiet für mich per GPS aufzuzeichnen. Inzwischen ist daraus eine Sammlung aus vielen schönen Radtouren geworden. Einige meiner schönsten Touren möchte ich euch hier vorstellen. Die Strecken sind alle mit einem normalen Trekkingrad zu fahren. Meine Wege führen, wenn möglich über kleinere Landstraßen oder Wirtschaftswege, häufig auch über Schotterwege oder kleine Pfade. Mit einem Rennrad könnte das fahren dieser Wege aufgrund der Streckenbeschaffenheit schwieriger werden.