Feldberg - Stripsenjochhaus - Wilderkaiser

Ein Plan und wie es manchmal anders kommt.

phoca thumb m IMG 2758Nach unsern erfolgreichen Touren der letzten Jahre wollen wir in diesem Jahr in den Wilden Kaiser. Unsere Tour soll von der Griesenau, am ersten Tag, über den Feldberg zum Stripsenjochhaues gehen. Am zweiten Tag dann vom Stripsenjoch über den Eggerstieg durch die Steinerne Rinne und das Ellmauer Tor zur Gaudeamus Hütte. Am Freitag soll der Weg von der Hütte durchs kleine Törl über den Grad des Wilden Kaisers, vorbei an der Fritz Pflaum Hütte, entweder durchs kleine oder große Griesener Tor zurück ins Kaiserbachtal gehen. Danach sind wir dann noch zwei Nächte in der Fischbach Alm und haben somit den Samstag noch für Wanderungen auf der Südseite des Kaisers. Soweit der Plan.

phoca thumb l DSCN2354Los geht’s am 25. September in der Nacht um zwei nach Österreich. Unsre erster planmäßiger Stopp ist wie immer um sieben beim Bäcker in Allersberg. Gegen Elf Uhr dreißig sind wir dann in der Griesenau. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint. Was kann es Schöneres geben in den Bergen? Unsere Autos parken wir an der Fischbachalm und gehen etwas westlich den Weg zur Ranggenalm und weiter zum Feldberg. Die erste Rast legen wir an der Ranggenalm (1229m) nach gut einer Stunde und 350 Hm ein. Das erste Zwischenziel des Tages ist erreicht und wird mit einem Weizen in der Sonne genossen. Aber wir wissen das vor uns noch gut 600 Hm liegen und wir weiter müssen. phoca thumb l DSCN2378Es geht über den Grad des Feldbergs. Immer wieder kommen einige Drahtseilgesicherte Strecken. Bei jeder der vielen kleinen Kuppen glaubt man, das danach der Gipfel kommt. Aber dann um halb vier ist das Gipfelkreuz erreicht. Jetzt machen wir erst einmal eine gute halbe Stunde Pause. Im Süden ist im Vordergrund der Wilde Kaiser, die Steinerne Rinne und das Ellmauer Tor zu sehen. Weiter hinten reicht die Sicht bis in die Hohen Tauern. Auf der östlichen Seite sind ganz gut die Lofener Steinberge zu erkennen. Im Norden reicht der Blick bis zum Chiemsee. Danach geht es wieder bergab. Bis zum Stripsenjoch ist es noch eine Stunde. Auch hier wieder Diebstahlsicherungen. phoca thumb l IMG 2742An den Abstecher über den Stripsenkopf hat heute keiner mehr Lust. Um Viertel nach fünf ist dann unser Tagesziel das Stripsenjochhaus erreicht. Auf der Terrasse werden erst einmal die Schuhe ausgezogen und ein Radler genossen. Die Tausend Höhenmeter und Sechs Stunden Marsch waren doch etwas viel für den ersten Tag nach acht Stunden Autofahrt. Aber es hat sich gelohnt. Heute schlafen wir in zwei Vierbettzimmern. Am nächsten Morgen ziehen leichte, kleine Wolken an unserm Fenster vorbei, aber sonst ist es eigentlich sehr schön Draußen. Also erst einmal zum Frühstück, welches hier auf der Hütte bekanntlich sehr gut ist, schließlich haben wir hier schon vor zwei Jahren übernachtet. Langsam zieht es sich draußen zu, immer mehr Wolken ziehen am unserem Fenster vorbei. Nach einer guten Stunde haben wir noch gut 10 m Sicht und Regen. Im Wanderführer suchen wir nach einer Alternative, die Steinerne Rinne ist bei dem Wetter zu gefährlich. Um zehn Uhr entschließen wir uns zum Abstieg. Zwischendurch sind dann auch noch für einen kurzen Moment sind die Berge wieder zu sehen und wir glauben, dass wir evtl. von der Südseite zur Gaudeamus Hütte kommen. Kurz darauf dann Regen, Bindfäden. Nicht sehr angenehm. Gegen halb zwölf erreichen wir, keine Zwölf Stunden später wieder die Fischbachalm. Alle sind nass und relativ demotiviert. Jetzt gibt es erst einmal eine warme Suppe und vielleicht das erste Weizen des Tage. Es kann ja schließlich nicht den ganzen Tag regnen. Aber es regnet weiter den ganzen Tag und die ganze Nacht. Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Aber so ist das nun Mal.phoca thumb l IMG 2783

Am nächsten Morgen sieht die Welt vielleicht ganz anders aus und wir können unsere Tour von der Südseite fortsetzen. Aber auch diese Hoffnung ist bald dahin. Vor dem Frühstück regen, nach dem Frühstück regen und keine Aussicht auf Besserung. Gegen Zehen Uhr entschließen wir uns die Tour abzubrechen und die Heimreise anzutreten. Sehr zum Leidwesen der Hüttenwirtin. Im Auto schauen wir und noch die Wetterberichte und die Web Cam`s der Region an, aber anscheinend regnet es überall. Dies war dann der zweite Versuch das Ellmauer Tor zu durchschreiten. Aber irgendwann sind wir da oben. So endet die diesjährige Tour etwas früher als gedacht. Das kuriose an der Geschichte ist, dass bei uns im Münsterland die ganze Zeit die Sonne geschienen hat. phoca thumb l IMG 2814

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